Jan 26
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Eine bessere Zukunft für Mahlet

Wir haben keine eigene Kinder und suchten nach einer kleinen „familiär“ geführten Organisation, um mit deren Hilfe eine Patenschaft für ein äthiopisches Kind zu übernehmen. Anfang 2011 war es dann endlich soweit mit der damals fast fünfjährigen Mahlet aus Addis Ababa. Doch schon bald wollten wir nicht nur mehr Berichte und Bilder erhalten von diesem dünnen Mädchen mit den großen Augen, sondern sie auch selbst besuchen. Zur Jahreswende 2011 auf 2012 flogen wir für drei Wochen in dieses so faszinierende Land Äthiopien, siehe auch unseren ausführlichen Bericht dazu unter http://www.ronald-siller.net/reise
Wir trafen Mahlet am Anfang und am Ende der Reise. Trotz einiger Verständigungsschwierigkeiten war das Eis bald gebrochen, ganz schnell eine Beziehung zu ihr aufgebaut. Wir machten gemeinsame (Einkaufs-)Ausflüge in Addis, konnten sie in ihrer Schule besuchen zusammen mit ihren Klassenkameraden, welche auch im MyHope-Programm sind. Es ist faszinierend zu erleben, wie das gespendete Geld von MyHope konkret eingesetzt wird, um die Schule auszustatten sowie die Wohnverhältnisse der Kinder und ihrer Familien zu verbessern.

Der Abschied fiel uns schwer. Doch sehr vorbildlich und immer wieder berührend ist, wenn unsere gesendeten Sachspenden (zumeist Kleidung und Hygienartikel) direkt von MyHope-Mitarbeitern übergeben und vor allem mit Bildern uns dokumentiert werden. So können wir – zumindest elektronisch – immer verfolgen, wie Mahlet wächst und uns weiterhin viel Freude macht. Auch eine Krankheit in der kühlen Regenzeit hat sie Dank beherzter Hilfe von MyHope gut überstanden. Mahlet ist eine schnell lernende und hervorragende Schülerin. Die Zukunft wird zeigen, wie wir sie in ihrer weiteren Ausbildung und Studienentwicklung unterstützen können, vielleicht auch einmal bei uns in Europa.

Fürs erste hat die Achtjährige schon ein paar mal – mit verwandtschaftlicher Unterstützung – bei uns in Bayern angerufen! Die Gespräche sind zwar keine richtigen, doch ihre Worte „when you come back“ haben wir mehr als deutlich vernommen. In einem Jahr werden wir wieder zu ihr nach Äthiopien fliegen: „We promise you Mahlet!“
Christina und Ronald Siller